Digital versus Analog

Ich bin ein haptischer Mensch. Und ein Nostalgiker. Ich liebe Filme und lese unheimlich gerne, daher auch mein Studium der Filmwissenschaft und Amerikanistik. Obwohl ich schon als Kind selbst einen Stadtbüchereiausweis hatte und auch eifrig nutzte, so haben mich jeher Wohnungen gänzlich ohne Bücher sehr verwirrt. Wie kann man nur ohne Bücher leben?
Wie sehr liebe ich es doch beim Blick ins Wohnzimmer an einem Buchrücken hängenzubleiben. Und schon habe ich Bilder und Gedanken im Kopf: der Urlaub, in dem ich das Buch gelesen habe, der Meeresgeruch, der Tapasfleck auf der vorletzten Seite und das Zitat, das ich mir dick im Buch markiert habe. Oder einfach am Abend vor der DVD-Klassiker-Sammlung zu stehen und zu überlegen, schaue ich Katherine Hepburn in „The Philadelphia Story“ oder „Bringin up Baby“.

Das hat sich eigentlich nicht geändert, aber dennoch bin ich ein großer Fan der digitalen Inhalte geworden. Meine Streaming-Dienste und die E-Books führen schon dazu, dass sich zuhause auch weniger „stuff“ in den Regalen ansammelt. Warum eine „Peppa Wutz“-DVD kaufen, wenn die Phase doch sicherlich nach zwei Jahren wieder beendet ist? Der Krimi als E-Book ist für mich auch das einfachste Beispiel, da gerade Krimis von mir selten zweimal gelesen werden. Daher ist es nur konsequent von mir, dass ich mir jetzt das Buch „Zero Waste“ als Kindle-Edition für mein tablet bestellt habe. Nun kann ich hier zwar kein schönes Foto von dem Buch auf meinem Nachttisch posten, aber mein grünes Gewissen steht deutlich besser da.

P.S. Anbei ein Bayern1-Vergleich zum Thema „Wie grün ist das E-Book“.

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.