Schwarz oder Weiß – oder so einfach ist es wohl doch nicht!

Bisher übe ich mich ja im Plastikfasten. Warum? Naja, ganz einfach, weil man, ohne sich groß mit dem Thema auseinanderzusetzen, doch schon weiß, dass Plastik unserer Umwelt schadet. Doch je länger ich mich nun mit dem Thema „Plastikmüll reduzieren“ oder „nachhaltiger leben“ befasse, um so klarer wird mir, dass es gar nicht so einfach ist und man nicht simpel in schwarz und weiß unterteilen kann.

https://www.flickr.com/photos/michitux/5849194467/in/photolist-oU8Yz2-QRyyhQ-7GzKg6-4AEnA2-jGtLi-6X3rXU-JZtf3x-h1FCpk-9USDJt-Cz4GyK-4AJCsJ-dfpv8f-6w21J4-6G4chD-awycAS-GfP1ds-ETdmKz-GwHmi5-EZ6s5f
Quelle: Flickr Michael Hamann; BarCamp Karlsruhe Glasflasche

Mein bisheriger Weg Plastik zu vermeiden, war unter anderem auf andere Verpackungen umzusteigen: statt der Frischkäseverpackung aus dem Kühlregal, die vegane Variante „Schnittlauchaufstrich“ aus dem Glas, statt des Safts aus der Tetrapackung, die Kiste mit den Mehrwegflaschen und natürlich statt der Tomatensauce im Tetrapack, nehme ich schon lange den guten Tomatensugo in der Glasflasche.
Doch die soll eigentlich mehr schaden, denn nützen. Barbara Vorsamer schreibt in diesem Artikel in der Süddeutschen, dass es an manchen Stellen gar nicht so sinnvoll sei, Plastik zu vermeiden. Im Gespräch mit Günter Dehoust vom Öko-Institut erfährt sie, dass man eben nicht zur Sauce im Glas greifen solle, denn der „Energieverbrauch beim Transport und bei der Wiederverwertung sei bei den Kunststoffen geringer“. Wer also zum Glas im Regal greift, sollte die Transportwege im Blick haben. So berichtet der WDR in seinem Servicethema „Die Plastik-Diät“, dass nur bei Strecken unter 50 Kilometern Glas wirklich lohnender ist gegenüber dem Kunsttoff. Ansonsten schneidet die PET-Mehrwegverpackung zum Beispiel bei Säften in der Ökobilanz sogar günstiger ab. Und ob man nun zur Tomate in der Dose oder dem Einweg-Glas greift, ist ökologisch ebenbürtig.

Im Blog „Leben ohne Plastik“ befasst sich Autorin Stella ebenfalls mit den Vor- und Nachteilen von Glas gegenüber Plastik. Sie beschreibt darin unter anderem auch den Lebenszyklus der jeweiligen Verpackungen, den man immer im Kopf haben sollte. Glasmehrwegflaschen werden demnach übrigens ca. 6 Jahre verwendet und in etwas 40-50mal wieder befüllt. Dann werden sie eingeschmolzen und wieder neu verwendet.

Mein persönliches Fazit ist ehrlich gesagt noch nicht ganz abgeschlossen. Immer mehr merke ich, dass ich mich näher mit dem Thema beschäftigen muss und ich noch dazulernen kann. Eine Erkenntnis ist, dass die Dose Tomaten der Glasflasche gegenüber gar nicht so schlecht dasteht. Und über allem die goldene Regel: bio, saisonal und regional.

Eine gute Auflistung der Vor- und Nachteile der jeweiligen Verpackung (Mehrweg-PET-Flasche, Einweg-PET-Flasche, Mehrweg-Glasflasche, Einweg-Glasverpackung, Papier und Kartonage, Kreide-PET-Beutel, Polyolefine, Getränkedose, Aluminium) findet man übrigens auch hier bei co2online.de.

Am besten wäre natürlich wie immer die Variante selbermachen, doch dazu ein anderes Mal mehr.

 

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