Das erste Mal: Einkochen!

Das Gemüse für eine leckere Tomatensauce: Tomaten, Karotten, Knoblauch, Zwiebel, Staudensellerie, Knollensellerie
Das Gemüse für eine leckere Tomatensauce

Huch, da war ich ja schon lange nicht mehr online. Da wird es aber Zeit, dass ich wieder mal schreibe! Was ist in den letzten Wochen eigentlich passiert? Wir waren im Urlaub, hatten eine große Hochzeit in der Familie und ich war mit den Kindern in meiner Heimat . Der Blog ist dabei leider etwas zu kurz gekommen. Aber dennoch war ich nicht untätig und schreibe nun auch darüber, was ich in letzter Zeit so gemacht habe.

Unter anderem habe ich nämlich zum ersten Mal richtig „vorgekocht“. Man liest ja ständig darüber, dass nachhaltig leben vor allem bedeutet saisonal zu kaufen und dann mitunter einzukochen. Zwar habe ich bisher immer Marmeladen selbstgemacht, aber mehr Einweckerfahrung konnte ich bisher noch nicht vorweisen. Da Karotten im Juni Saison haben und ich ein paar „angedellerte“ Tomaten im Angebot entdeckt habe, habe ich kurzerhand – Premiere! – meine ersten Tomatensaucen eingekocht. War eigentlich ganz simple.
Bis zum Winter werden die paar Gläser natürlich nicht halten. Aber ich muss sagen, es hat mir viel Freude bereitet, am Stück eine Menge ein- und somit vorzukochen. So hatte ich in der folgenden Zeit auf die Schnelle abends mal eine Familienportion Spagetti, eine vegetarische Lasagne und auch mal einen Pizzateig mit leckerer Sauce belegt. Das ging zügig, war praktisch und dennoch selbstgekocht und bio.
Meine vegetarische Sauce habe ich mit folgenden Zutaten gemacht:

  • 1,5 kg Tomaten
  • 1 kg Karotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Staudensellerie
  • Einen halben Knollensellerie
  • 1 l Wasser
  • Frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer – gute Prise aus der Pfeffermühle
  • Zucker – nach Gusto, circa 3 Teelöffel
  • Salz – ebenfalls nach Bauchgefühl, circa 2 Teelöffel
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 4 Esslöffel Öl
  • Eine Handvoll glatte Petersilie
  • Ein Zweig Rosmarin
  • Drei Lorbeerblätter

Die Zwiebel und den Knoblauch im Öl anbraten, das kleingeschnittene Gemüse und das Lorbeerblatt dazu, mit einem Liter Wasser aufkochen, dann circa 30 min köcheln. Zwischenzeitlich das Tomatenmark, Salz, Zucker und Pfeffer dazugeben. Gegen Ende noch die Petersilie reinschneiden.

Gewürze für die Tomatensauce: Salz, schwarzer Pfeffer, Zucker, Olivenöl, Tomatenmark, Petersilie, Rosmarin, Olivenöl
Gewürze für die Tomatensauce: Salz, schwarzer Pfeffer, Zucker, Olivenöl, Tomatenmark, Petersilie, Rosmarin, Olivenöl

Das ganze vorsichtig – am besten mit Trichter – in saubere – also seeeeer saubere – Weckgläser füllen (Weckgläser am besten im Backofen für 10 Minuten bei etwa 140°C Grad sterilisieren, die Deckel in einem kleinen Topf für 10 Minuten abkochen, die Gummiringe in Essigwasser kurz abkochen). Beim Einfüllen am besten eine Suppenkelle verwenden oder mit einer Kanne einschenken, so dass man nicht kleckert (Vorsicht alles sehr heiß). Damit die Gläser nicht springen ein warmes, nasses Geschirrtuch unterlegen. Zum Rand lasse ich circa 2 Zentimeter übrig. Dann schnell verschließen und in ein Wasserbad in den Backofen (bei 175°C)  stellen. Für den Beginn der Einkochzeit gilt das Aufsteigen der Luftbläschen als das eindeutige Zeichen.

Tomatensauce im Weckglas
Und da ist sie: meine vegetarisch Bolognesesauce

Nun auf 150°C zurückstellen und für 90 Minuten „backen“. Nach dem Ausschalten kann man die Gläser noch eine Weile im Ofen lassen.  Erst nach dem Abkühlen kommt die Deckelprobe. Die Klammern vorsichtig lösen, das Glas am Glasdeckel anfassen und kurz anheben. Wenn das Glas fest am Deckel sitzt, hat alles geklappt. Et voilà – die Saucen können nun beschriftet ins (Keller)-Regal gestellt werden.

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