Früchte aus dem Garten

Der große Strauch in unserer Gartenecke hängt voll mit roten Johannisbeeren.
Der große Strauch in unserer Gartenecke hängt voll mit roten Johannisbeeren.

Der Johannisbeerstrauch im Garten ließ nun schon seit einigen Tagen die Zweige tief hängen, es war höchste Zeit, dass geerntet wird und aus den leckeren, sauren Früchtchen ein Kuchen gebacken oder eine Marmelade gemacht wird.

Die Kinder haben natürlich eifrig beim Pflücken geholfen und genießen nun auch schon seit Wochen die Naschgartenecke. Gestern haben wir dann aus unserer Beute Marmelade eingekocht. Und irgendwie gehört „Selbermachen“ ja schließlich auch mit zum Thema „Nachhaltigkeit“, daher schreib ich Euch nun kurz was zu unserer Sommermarmelade.

Einweggläser haben wir immer zur Genüge im Haushalt, da sie sich auch gut zur Aufbewahrung loser Lebensmittel eignen, wenn man zum Beispiel mal wieder in einem Unverpackt-Laden einkauft. Außerdem kann man darin auch gut Saucen etc. einfrieren und geht somit der Plastikverpackung aus dem Weg. Lediglich beim Picknickausflug sind natürlich die Gläser als Verpackungsmaterial ein bisschen unhandlicher bzw. einfach schwerer als Tupperdosen.

Selbstgemachte Marmelade aus eigenen Johannisbeeren und Himbeeren
Süss-Saure-Marmelade aus eigenen Johannisbeeren und Himbeeren

Das einfache Rezept für unsere süß-saure Marmelade gibt es gleich hier:

  • 500 g rote Johannisbeeren

  • 500 g Himbeeren

  • Saft und Schale einer Bio-Orange

  • 6 Esslöffel Cointreau

  • 500 g Gelierzucker (2:1) oder 250 g Xucker (Gelierpulver mit Süßungsmittel Xylit)

Alle Zutaten in einen großen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen. In der Zwischenzeit stelle ich die sauberen Marmeladengläser zum Sterilisieren für ca. zehn Minuten in den 100 Grad heißen Backofen. Die Marmelade nach der Gelierprobe (kleinen Teelöffel Marmelade auf eine Untertasse geben, die zuvor für eine Weile im Tiefkühlfach lag. So kühlt die Marmelade sehr schnell ab und man merkt, ob sie fest genug ist). Sollte der Marmeladenklecks noch zu flüssig sein, gibt man ein Päckchen Zitronensäure zur Fruchtmasse und lässt alles nochmal fünf Minuten aufkochen. Die heißen Gläser (am besten Backhandschuhe zur Hand nehmen) auf ein nasses Geschirrtuch stellen, so zerspringen sie nicht beim Befüllen. Danach die Gläser mit einem Trichter bis zum obersten Rand voll füllen, verschließen und umdrehen. Nach etwa zehn Minuten wieder aufrecht hinstellen und abkühlen lassen.

Süss-Saure-Marmelade aus eigenen Johannisbeeren und Himbeeren
Süss-Saure-Marmelade aus eigenen Johannisbeeren und Himbeeren

Ich verwende meist Twist-off-Deckel, da kann man das Vakuum auch gut testen. Wenn die Deckel etwas nach innen gewölbt sind, ist das Vakuum klar erkennbar. Sollte der Deckel noch „Klack“ machen, wenn man auf die Mitte drückt, ist leider kein Vakuum entstanden. Spätestens beim Öffnen, erkennt man das Vakuum an dem berühmten Ploppgeräusch beim erstmaligen Aufdrehen. Die Marmelade hält in der Regel für ein Jahr, doch bei uns haben die selbstgemachten Leckereien meist keine so lange Verweildauer.

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Das erste Mal: Einkochen!

Das Gemüse für eine leckere Tomatensauce: Tomaten, Karotten, Knoblauch, Zwiebel, Staudensellerie, Knollensellerie
Das Gemüse für eine leckere Tomatensauce

Huch, da war ich ja schon lange nicht mehr online. Da wird es aber Zeit, dass ich wieder mal schreibe! Was ist in den letzten Wochen eigentlich passiert? Wir waren im Urlaub, hatten eine große Hochzeit in der Familie und ich war mit den Kindern in meiner Heimat . Der Blog ist dabei leider etwas zu kurz gekommen. Aber dennoch war ich nicht untätig und schreibe nun auch darüber, was ich in letzter Zeit so gemacht habe.

Unter anderem habe ich nämlich zum ersten Mal richtig „vorgekocht“. Man liest ja ständig darüber, dass nachhaltig leben vor allem bedeutet saisonal zu kaufen und dann mitunter einzukochen. Zwar habe ich bisher immer Marmeladen selbstgemacht, aber mehr Einweckerfahrung konnte ich bisher noch nicht vorweisen. Da Karotten im Juni Saison haben und ich ein paar „angedellerte“ Tomaten im Angebot entdeckt habe, habe ich kurzerhand – Premiere! – meine ersten Tomatensaucen eingekocht. War eigentlich ganz simple.
Bis zum Winter werden die paar Gläser natürlich nicht halten. Aber ich muss sagen, es hat mir viel Freude bereitet, am Stück eine Menge ein- und somit vorzukochen. So hatte ich in der folgenden Zeit auf die Schnelle abends mal eine Familienportion Spagetti, eine vegetarische Lasagne und auch mal einen Pizzateig mit leckerer Sauce belegt. Das ging zügig, war praktisch und dennoch selbstgekocht und bio.
Meine vegetarische Sauce habe ich mit folgenden Zutaten gemacht:

  • 1,5 kg Tomaten
  • 1 kg Karotten
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Staudensellerie
  • Einen halben Knollensellerie
  • 1 l Wasser
  • Frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer – gute Prise aus der Pfeffermühle
  • Zucker – nach Gusto, circa 3 Teelöffel
  • Salz – ebenfalls nach Bauchgefühl, circa 2 Teelöffel
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 4 Esslöffel Öl
  • Eine Handvoll glatte Petersilie
  • Ein Zweig Rosmarin
  • Drei Lorbeerblätter

Die Zwiebel und den Knoblauch im Öl anbraten, das kleingeschnittene Gemüse und das Lorbeerblatt dazu, mit einem Liter Wasser aufkochen, dann circa 30 min köcheln. Zwischenzeitlich das Tomatenmark, Salz, Zucker und Pfeffer dazugeben. Gegen Ende noch die Petersilie reinschneiden.

Gewürze für die Tomatensauce: Salz, schwarzer Pfeffer, Zucker, Olivenöl, Tomatenmark, Petersilie, Rosmarin, Olivenöl
Gewürze für die Tomatensauce: Salz, schwarzer Pfeffer, Zucker, Olivenöl, Tomatenmark, Petersilie, Rosmarin, Olivenöl

Das ganze vorsichtig – am besten mit Trichter – in saubere – also seeeeer saubere – Weckgläser füllen (Weckgläser am besten im Backofen für 10 Minuten bei etwa 140°C Grad sterilisieren, die Deckel in einem kleinen Topf für 10 Minuten abkochen, die Gummiringe in Essigwasser kurz abkochen). Beim Einfüllen am besten eine Suppenkelle verwenden oder mit einer Kanne einschenken, so dass man nicht kleckert (Vorsicht alles sehr heiß). Damit die Gläser nicht springen ein warmes, nasses Geschirrtuch unterlegen. Zum Rand lasse ich circa 2 Zentimeter übrig. Dann schnell verschließen und in ein Wasserbad in den Backofen (bei 175°C)  stellen. Für den Beginn der Einkochzeit gilt das Aufsteigen der Luftbläschen als das eindeutige Zeichen.

Tomatensauce im Weckglas
Und da ist sie: meine vegetarisch Bolognesesauce

Nun auf 150°C zurückstellen und für 90 Minuten „backen“. Nach dem Ausschalten kann man die Gläser noch eine Weile im Ofen lassen.  Erst nach dem Abkühlen kommt die Deckelprobe. Die Klammern vorsichtig lösen, das Glas am Glasdeckel anfassen und kurz anheben. Wenn das Glas fest am Deckel sitzt, hat alles geklappt. Et voilà – die Saucen können nun beschriftet ins (Keller)-Regal gestellt werden.

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Frühlingszeit – Bärlauchzeit

Bärlauchpesto mit Bandnudeln und Kirschtomaten
Frühling: endlich wieder Bärläuchpesto
Frühling: endlich wieder Bärläuchpesto

Auch wenn das Aprilwetter gerade wieder zwischen Schnee und Sonnenschein schwankt, so ist doch endlich wieder Frühling und somit findet man am Marktstand oder in der Gemüseauslage auch die ersten Frühlingsboten vom Feld: Spargel, Rhabarber und Bärlauch. Bevor ich also nun zum Pestoglas im Biomarkt greife (zum Thema Einwegglas habe ich mich ja auch schon hier geäußert), mache ich lieber ein frisches Bärlauchpesto selbst.

Pesto hat man dank Mixstab ja wirklich schnell gemacht, einfach mixen und danach über die frisch gekochten Nudeln, garniert mit ein paar Kirschtomaten. So hat man ein wunderbares und schnelles Frühlingsgericht und gleich ein bisschen Pesto auf Vorrat zubereitet.

Falls euch das Rezept noch interessiert, hier die Zutaten – ich hab es mehr nach Gefühl und Geschmack gemischt, daher die groben Angaben:

  • Bärlauch (aus der Ökokiste Kirchdorf), in dem Fall drei Bund

  • Parmigiano (ca. 200 gr)

  • Pecorino (ca. 150 gr)

  • Kernmischung (Pinien, Sonnenblumen, Kürbis etc.) (in etwa vier Esslöffel)

  • eine dicke Prise Salz

  • Olivenöl (ca. 200 ml)

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