Spaziergang mit Müllbeutel

Wenn man seinen Müll in München trennt, so gehört es eigentlich zum Alltag, dass man regelmäßig einen kleinen Spaziergang zu den Müllcontainern tätigt. In meinem Fall meist alle drei/vier Tage mal eine Kinderwagenroute vorbei am Müllcorner. Dort findet man neben den drei Flaschencontainern (weiß, braun, grün), auch den Alu- und Plastikcontainer. Manchmal muss man allerdings wieder mit seiner kleinen „Mülltasche“ den Heimweg antreten, da man die Wertstoffinsel überflutet vorfindet. Denn so etwas ist weder für Umwelt noch Anwohner angenehm; wehe, wenn der nächste Windstoß kommt …

Müllsäcke und Kartons stapeln sich vor einem Kunststoffcontainer
Wertstoffinsel überflutet
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Das Münchner Müllsystem – klingt lahm, gehört aber bei Plastikfasten ja auch dazu…

Seitdem ich eine Münchner Adresse habe, sind nicht nur mein Mann und ich endlich zusammengezogen, nein, ein paar weitere Mülleimer haben auch Einzug in meine Küche gefunden.

In meiner alten Heimat gab es den „Gelben Sack“. Doch diesen gibt es hier nicht. Auf die Frage: „Wie trennt man eigentlich hier?“ kam nur ein „Äh, gar nicht?!“
Nach jahrelanger Mülltrennung kann das natürlich nicht angehen und daher gibt es nun folgende Müllbereiche in unserer Küche:
Klassisch Restmüll, Bio, Papier (der Hausmüll), dann Glas, Plastik und Alu („Auf zur Müllinsel“) und natürlich Flaschenpfand („Back to where it came from“).

Das alles ist natürlich kein großes Thema. Ich merke nur, dass ein „Gelber Sack“ natürlich das Ganze bisher bei mir etwas vereinfacht hat, denn er sammelt einiges zusammen und wurde zusätzlich zum Hausmüll und den Glasflaschen auch direkt vor der Haustür abgeholt. In München stelle ich fest, dass meine direkte private Umgebung der Einfachheithalber gar nicht erst groß trennt. Dann und wann denke ich auch deshalb darüber nach, da ich meine Kinder dazu erziehen möchte, selbst aufzuräumen und somit auch Dinge selbst wegzuwerfen. Dem dreijährigen Pfälzer Mädl das Thema Mülltrennung beizubringen kommt aber nach Bio, Papier und Rest langsam an seine Grenzen und so finde ich mich regelmäßig bei der Aufgabe „Müll sortieren“ wieder.

Die verschiedenen Müllbehälter allein in der Küche.
Die verschiedenen Müllbehälter allein in der Küche

Auch wenn ich das neue System etwas aufwändiger finde, hat es aber auch etwas sehr Gutes. Dadurch, dass man – wenn man trennt – für die Entsorgung gewissermaßen selbst zuständig ist, wird man sich beim Spaziergang mit dem wöchentlichen Verpackungsmülls in der Jutetasche sehr stark über die Menge dieses Plastikabfalls bewusst.

Hier geht’s zum AWM, Abfallwirtschaftsbetrieb München, falls man wissen will, wo meine nächste Wertstoffinsel ist oder auch, was genau man eigentlich voneinander trennt (der Hausmüll und Verpackungsmüll).

 

 

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