Die fünf „Zero Waste“-Regeln

Béa Johnson, die „Mutter der Zero-Waste-Bewegung“ sagte folgenden Satz, der mir meine eigenen „müllproduzierenden Taten“ noch einmal stark verdeutlichte:
„Zero Waste really starts outside your home – so whatever you bring in from the outside into your home will become your problem.“

Zero Waste beginnt also schon außerhalb meines Heimes. Es geht nicht darum, ob etwas einfach schon in Umlauf gebracht wurde und es dann egal ist, ob ich es annehme. Nein, in dem Moment, in dem ich etwas akzeptiere und mit nachhause bringe, übernehme ich auch die Verantwortung dafür. Und auf einmal, bin ich für ganz schön viel Verpackungsmüll zuständig. Daher ist die wichtigste Regel:

  1. Refuse Refuse Refuse – Man muss lernen abzulehnen. Da das nicht ganz so einfach ist, werde ich mich diesem Thema noch ein anderes Mal länger widmen. Doch nun weiter in der Zero Waste Reihenfolge.

  2. Reduce – reduzieren. Da sind wir wieder bei der Degluttering-Challenge vom Anfang. Je mehr man all das nicht genutzte reduziert, desto besser. Es gibt viele Möglichkeiten in München noch gute, funktionsfähigen Dingen eine neue Heimat zu geben. Ich habe viel über „free your stuff“-Gruppen verschenkt, der Diakonie oder anderen Second-Hand-Anbietern gegeben. Diese Liste an Anlaufstellen werde ich im Lauf der Zeit auch noch erweitern.

  3. Reuse – wieder verwenden und auch reparieren. Einige Mehrwegprodukte verwenden wir bereits, doch wenn ich allein daran denke, wie oft mein Bastler-Opa schon längst kaputt geglaubte Geräte zu einer Funktion erweckt hat. Das neue Design war mitunter zwar gewöhnungsbedürftig, aber Sinn und Zweck waren wieder erfüllt. Da müssen wir als Familie auch wieder hinkommen…

  4. Recycle – also alles, was man nicht ablehnen, reduzieren oder eben wiederverwenden und reparieren konnte, muss logischerweise recycelt werden. Und auch korrekt. Folie kann man letztlich erst ab einer Größe von Din A 4 sinnvoll wiederverwerten (Quelle: pur+-Sendung „Verpackt und zugemüllt! – leider nur eine Woche nach Ausstrahlungsdatum in der ZDFtivi-Mediathek abrufbar).

  5. Rot – kompostieren. Neuerdings haben wir zwar einen Garten, aber noch keinen Komposthaufen und auch keine „Wurmkiste“. Mal schauen, inwieweit ich diesen Punkt tatsächlich in meinem Projekt umsetzen kann.

Das sind sie also, die 5R’s von Béa Johnson. Wie sehr sie das tatsächlich lebt, kann man an diesem Foto erkennen. Das ist der Müll der ganzen Familie. Müll einer vierköpfigen amerikanische Familie, der in ein einziges Einmachglas passt. Beeindruckend!

 

 

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